Das internationale Naturfilmfestival "Green Screen"in Eckernförde ist am So. zu Ende gegangen.
Was bei mir hängen geblieben ist: die Komplexität der Dinge.
Ein Beispiel:
In dem Film "Dorschs Dilemma" wurde über den Dorsch vor allem in der Ostsee berichtet.
Die Bestände sind stark zurück gegangen, was unter anderem zu haarsträubenden Verordungen der EU geführt hat.
So gibt es eine Fangquote, die pro Fang gerechnet wird, sodass die Fischer, wenn sie zu viel im Netz haben, Teile des schon toten Fisches wieder reinschmeißen.
Dieser Fisch taucht aber so gut wie nicht in den Rechnungen auf, die beschreiben, wieviel Dorsch nun gefangen wurde, sodass die Bestände viel zu optimistisch eingeschätzt werden.
Das geringe Vorkommen des Dorsches in der Ostsee, führt dazu, dass die EU Fischereirechte vor den Küsten Afrikas aufkauft.
Das wiederum hat zur Folge das riesige europäische Fangflotten, den afrikanischen Fischern die Lebensgrundlage nehmen.
Das hat zweierlei Konsequenzen:
1. wird der Affenbestand in den Wäldern erheblich reduziert, da die Menschen auf eine andere Eiweiß-Quelle anstatt des Fisches umsteigen müssen
2. wandern diese Menschen nach Europa aus, um ihre Familie weiterhin ernähren zu können.
Die Dezimierung des Dorsches in der Ostsee hat aber noch mehr Folgen.
Die Algenblüte in der Ostsee, die vor allem Badeurlaubern zu schaffen macht, ist auf das Fehlen des Dorsches zurückzuführen, da dieser die Algen normalerweise in Schach hält, indem sie ihm als Nahrung dient.
Weiterhin vermehren sich die Sprotten mehr, welche widerum die Dorscheier fressen.......
siehe Film "Dorschs Dilemma"
http://www.greenscreen-festival.de/yamlt3/
auf youtube: "Das Kornfeld" (lief auch auf dem Festival)
Link: http://www.youtube.com/watch?v=urVov_0QJf8
von Katharina
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